«Absolut professionelle Aufnahmen»: RTR begeistert Chorszene

Musik stiftet nicht nur Identität, sondern erhält auch Sprachen wie etwa Rätoromanisch. RTR engagiert sich deshalb seit Jahrzehnten für die Chorszeneindem sie Konzerte aufnimmt und damit die lokale Kultur unterstützt und zugänglich macht

Polizeichor, Kirchenchor, Frauenchor: Die Schweiz ist ein Land der Chöre. In einigen Kantonen gibt es mehr Chöre als politische Gemeinden. So auch in Graubünden, wo die Chortradition besonders stark verwurzelt ist. «Der Chor ist ein Kern der rätoromanischen Kultur», sagt Flavio Tuor, Leiter der Musikredaktion von Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR). «Deshalb begleitet RTR Chöre seit Jahrzehnten, wir produzieren, distribuieren, dokumentieren und archivieren. So halten wir Kulturgut lebendig und tragen es nach aussen.» Damit leistet RTR einen wichtigen gesellschaftlichen Mehrwert: Denn durch Musik wird etwa auch die rätoromanische Sprache am Leben erhalten, sie trägt ausserdem zur Identitätsstiftung bei.

Audio und Video für 66 Chöre 

Beim Schweizer Chorwettbewerb in Chur waren im Februar 2024 beispielsweise Mitarbeitende aus allen RTR-Abteilungen im Einsatz. Es entstanden einerseits Beiträge für diverse RTR-Sendungen sowie digitaler Content, und ein Dokfilm, aber auch Audio- und Videoaufnahmen, die den 66 Chören schliesslich zur Verfügung gestellt wurden. 

Behind de scenes: Schweizer Chorwettbewerb 2024 

Welche Bedeutung solche Aufnahmen für die Chöre haben, zeigt die Rückmeldung des Organisationskomitees: «Eure Dienstleistungen sind in der Chorszene begeistert aufgenommen worden. Das haben sie noch nie erlebt – absolut professionelle Aufnahmen und die Möglichkeit, alles nochmals zu Hören und zu sehen.»

«
Die Choraufnahman gibt es nur bei uns, auf Spotify & Co. findet man die nicht.»
Flavio Tuor, Leiter der RTR-Musikredaktion
«Ohne uns würde Kulturgut verloren gehen» 

Nicht nur für Chöre – die sich professionelle Aufzeichnungen meist gar nicht leisten könnten – ist das Engagement von RTR wichtig. «Ohne uns würde in Graubünden allgemein viel Kulturgut verloren gehen, denn diese Arbeit macht sonst niemand», sagt Flavio Tuor. Er stelle immer wieder fest, welche Bedeutung diese Archivierungsaufgabe auch für die Bevölkerung habe. So würden etwa bei der Sendung «Gratulaziuns», der meistgehörten Sendung auf Radio RTR, häufig Aufnahmen von Chören gewünscht. «Und die gibt es schliesslich nur bei uns, auf Spotify & Co. findet man die nicht.»  

 

Malolo Kessler, aktualisiert im Januar 2026, erstmals publiziert Juli 2024 

So bewegt unsere Arbeit

Täglich erreichen die SRG zahlreiche Rückmeldungen zu unterschiedlichsten Programmen. Neben kritischen Stimmen gibt es auch viel positives Feedback. In der Rubrik «Likes» veröffentlichen wir ausgewählte Publikumsreaktionen und rücken die Teams ins Zentrum, an die diese Kommentare gerichtet sind. Die Rückmeldungen verdeutlichen die Wirkung ihrer Arbeit auf Hörer:innen und Zuschauer:innen und zeigen zugleich, wie sehr sie die Verantwortlichen motivieren und inspirieren. 

Kommentar

Für weniger Barrieren: Wie sich die SRG in der Forschung engagiert

Wer am politischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben will, muss informiert sein. Das ist nicht für alle gleich einfach möglich: Für Menschen mit einer Hör- oder Sehbehinderung ist der Zugang zu Medieninhalten oft erschwert. Deshalb engagiert sich die SRG in der Forschung und treibt innovative Projekte voran, die mit Hilfe von KI verschiedene Dienstleistungen automatisieren wollen.

Do it yourself: Im Gedächtnis der Schweiz stöbern

Die Bild- und Tonarchive der SRG sind eine Fundgrube voller Nostalgie und Überraschungen und sie erzählen uns, was die Schweiz geprägt hat.

«Es ist ein bisschen, als hätte man 10’000 Grosis»

Radio SRF Musikwelle macht unter anderem die Vielfalt der traditionellen Schweizer Musik sichtbar und trägt damit zum Erhalt unseres Kulturerbes bei. Für seine älteren Hörer:innen ist das Programm aber vor allem auch eins: eine Medizin gegen Einsamkeit.