Wenn der Gruppenchat zur Fake-News-Falle wird

An der «myidea-Challenge» entwickeln Lernende eigene Geschäftsideen. In der Kategorie «Fight Fake News», die von der SRG unterstützt wird, haben dieses Jahr drei Teams ihre Projekte zum Thema Desinformation präsentiert. Der nationale Ideenwettbewerb fordert die Jugendlichen heraus, gesellschaftliche Probleme zu analysieren und eigene Lösungsansätze zu präsentieren – praxisnah, kreativ und mit direktem Bezug zu ihrem Alltag.

Die Spannung ist spürbar, als die Teams ihre Ideen präsentieren. Es geht um mehr als nur einen Wettbewerb – es geht um eine Frage, die den Alltag vieler junger Menschen prägt: Wie gehen wir mit Fake News um? Wie stärken wir die Medienkompetenz der jungen Menschen?
Dass die SRG sich in dieser Kategorie des nationalen Ideenwettbewerbs engagiert, ist natürlich kein Zufall. «Die SRG unterstützt Projekte, welche uns helfen, die Nachrichtenkompetenz von jungen Menschen zu stärken», sagt Damian Haas, Redaktor SRF Kids und SRF school. Denn Desinformation passiere dort, wo wir täglich kommunizieren.

«
Die SRG unterstützt Projekte, welche uns helfen, die Nachrichtenkompetenz von jungen Menschen zu stärken.»
Damian Haas, Redaktor SRF Kids und SRF school

Die SRG engagiert sich gezielt in der Kategorie «Fight Fake News» und unterstützt Projekte, welche die Nachrichtenkompetenz junger Menschen stärken. Denn Desinformation passiert dort, wo wir täglich kommunizieren.

Image

Damian Haas, Redaktor SRF Kids und SRF school

Bild: SRG

Fake News sind für viele Lernende kein abstraktes Phänomen. Sie begegnen ihnen täglich – oft in privaten Chats oder sozialen Netzwerken. Genau dort setzten die beiden kritischen Denkerinnen, Jana und Elina, mit ihrer Gewinner-Lösung an. Sie haben sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich Desinformation in digitalen Kommunikationsräumen verbreitet – und wie man direkt darauf reagieren kann.

«
Für uns Jugendliche ist es extrem schwierig einzuordnen, was stimmt und was stimmt nicht.»
Jana und Elina, Gewinnerinnen «myidea-Challenge 2026»

Ihre Idee: ein Bot, der in WhatsApp-Gruppen integriert ist und dabei hilft, Informationen besser einzuordnen. Nutzer:innen sollen so direkt im Gespräch Hinweise erhalten, ob Inhalte vertrauenswürdig sind oder kritisch hinterfragt werden sollten.

Image

Jana und Elina, Gewinnerinnen «myidea-Challenge 2026»

Bild: SRG

Lernen, wo es relevant wird

Der Ansatz zeigt exemplarisch, was die «myidea-Challenge 2026» auszeichnet: Lernende arbeiten nicht nur theoretisch an einem Thema, sondern entwickeln Lösungen für reale Situationen. Das stärkt zentrale Kompetenzen wie kritisches Denken, Medienverständnis und Eigenverantwortung – Fähigkeiten, die in einer zunehmend digitalisierten Öffentlichkeit entscheidend sind.

Auch für die SRG ist dieses Engagement zentral. Gerade Projekte von Berufsfachschüler:innen seien dabei besonders wertvoll, weil sie nah an der Lebensrealität junger Menschen ansetzen.

«
Als SRG ist es uns wichtig, dass gute Ideen im Umgang mit Fake News in der ganzen Bevölkerung gestreut werden.»
Henriette Engbersen, Public Value SRG SSR

Dass die Kategorie «Fight Fake News» auf grosses Interesse stösst, überrascht nicht. Desinformation beeinflusst Meinungen, Diskussionen und letztlich auch demokratische Prozesse.

Impulse für den Unterricht

Für Lehrpersonen eröffnet der Wettbewerb konkrete Anknüpfungspunkte:
Er zeigt, wie Medienkompetenz dann besonders wirksam vermittelt wird, wenn sie an reale Herausforderungen gekoppelt ist.

Wenn Lernende eigene Ideen entwickeln, diskutieren und präsentieren, entsteht ein vertieftes Verständnis für den Umgang mit Informationen – und ein Bewusstsein für die eigene Verantwortung im digitalen Raum.

Wie diese Ideen entstehen, wie sie präsentiert werden und mit welcher Überzeugung die Lernenden auftreten, zeigt das Aftermovie zur «myidea-Challenge 2026».

Jacqueline Matzinger, April 2026

Kommentar

Wetterprognosen retten Leben: Die Kunst der Vorhersage

Von wegen harmloses Gesprächsthema: Wettervorhersagen wie die von SRF Meteo sind längst systemrelevant. Sie geben der Gesellschaft die Möglichkeit, sich auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten und gefährliche Folgen zu minimieren.

Wenn Kinder für Kinder Fernsehen machen – und für Lehrpersonen

Die RTS-Sendung «OKI» wird von Nachwuchsreporter:innen gemacht und behandelt Themen, die Kinder beschäftigen. Das Projekt soll die Medienkompetenz von Zehn- bis Zwölfjährigen steigern. Daneben dient es Lehrpersonen als wichtige Ressource: Zu jeder Sendung stellt RTS Unterrichtsmaterial bereit.

«Wikipedia ist angewiesen auf verlässliche Quellen»

Im Rahmen des Projekts «Wissen für alle» lanciert SRF frei zugängliche Erklärvideos, in denen faktenbasiertes Wissen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Bereits jetzt sind viele der Videos auf Wikipedia zu sehen.